Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen sehen sich oftmals mit schwierigen kindlichen Verhaltensweisen konfrontiert, beispielsweise wenn Kinder beißen, hauen oder sich zurückziehen und kaum kommunizieren. Diese Verhaltensweisen bringen alle Beteiligten im Alltag immer wieder an ihre Grenzen.
Dieses Seminar lädt zu einem Perspektivwechsel ein: Statt herausforderndes Verhalten vorschnell zu bewerten oder verändern zu wollen, richten wir den Blick auf die Bedürfnisse, Botschaften und Regulationsbemühungen der Kinder. Auf der Grundlage aktueller Erkenntnisse aus der Bindungs-, Entwicklungs-, Gehirn- und Stressforschung betrachten wir, wie Selbstregulation entsteht und weshalb Kinder auf die feinfühlige Co-Regulation durch Erwachsene angewiesen sind. Die Reflexion des eigenen pädagogischen Handelns wird mit konkreten Praxisbeispielen verbunden.
Ziel ist es, herausfordernde Situationen besser zu verstehen, Kinder entwicklungsförderlich zu begleiten und zugleich die eigene Selbstregulation der Fachkräfte zu stärken. Denn nur wer in belastenden Situationen selbst handlungsfähig und empathisch bleibt, kann Kindern Sicherheit, Orientierung und emotionale Unterstützung geben.
