Fachstelle Inklusion: Kompass

Fachstelle inklusive Kindergartenentwicklung und sprachliche Bildung

Ein Teil der wissenschaftlichen Begleitung des Projekts ist die Fachstelle inklusive Kindergartenentwicklung und sprachliche Bildung.

Mit der Fachstelle beabsichtigen wir, Kompetenzen für inhaltliche Fragen im Hinblick auf die inklusive Kindergartenentwicklung und die Unterstützung der Fachkräfte zu Themen der sprachlichen Bildung aufzubauen und vorzuhalten. Die Fachstelle unterstützt Kitas, Fachberatungen und Träger dabei, die sprachliche Bildung und inklusive Qualitätsentwicklung praxisnah und wissenschaftlich fundiert weiterzuentwickeln. Sie versteht sich als Schnittstelle zwischen Forschung und pädagogischer Praxis und begleitet Einrichtungen im Aufbau nachhaltiger, inklusiver Konzepte sprachlicher Bildung. Durch Qualifizierungsangebote, praxisorientierte Materialien, Fachdialoge und den Austausch über gute Beispiele fördert die Fachstelle einen kontinuierlichen Transfer von Wissen in die pädagogische Arbeit und stärkt damit die Qualität frühkindlicher Bildung im Sinne von Teilhabe und Chancengerechtigkeit.

Die Fachstelle ist kein gesondert agierendes Team, sondern Bestandteil der wissenschaftlichen Begleitung. Sie vereint verschiedene Aufgabenbereiche unter sich:

  • Transferworkshops: Basismodule 1-5, Wahlmodule, Aufbaumodule
  • Thüringer Qualitätskompass: Basismodul 5, Broschüre „Vielfaltssensibel Praxis gestalten – Schlüsselsituationen der inklusiven Entwicklung von Kindergärten“, Begleitmaterial
  • Materialpool Sprachliche Bildung

Das Der Thüringer Qualitätskompass

Das Transferprojekt ist für alle teilnehmenden Kitas ein Rahmen für Veränderungsprozesse. Das Projekt ermöglicht Kitas, die Qualität der Interaktionen und Beziehungen in den Blick zu nehmen und zu verbessern. Dabei dient der Qualitätskompass als Grundlage.

Der Thüringer Qualitätskompass ist ein Instrument reflexiver Qualitätsentwicklung. Er wurde im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung des Thüringer Modellprojektes „Vielfalt vor Ort begegnen – professioneller Umgang mit Heterogenität in Kindertageseinrichtungen“ als Handreichung zur inklusiven Qualitätsentwicklung erarbeitet. Die Leitziele des Qualitätskompasses „Gleichwertigkeit, Gleichwürdigkeit, Zugehörigkeit und Gleichberechtigung“ dienen als Orientierung pädagogischen Handelns. Steuerungsfachkräften kommt als Multiplikator*innen die Aufgabe zu, ausgehend von diesen Leitzielen – mit ihren Teams – die eigenen Strukturen kritisch unter die Lupe zu nehmen. Dabei sollen insbesondere die Schlüsselsituationen – das Ankommen, die Mahlzeiten, Gesprächskreise, Ruhezeiten und Freispiel – reflektiert, analysiert und verändert werden. Vor allem geht es darum, als Team konkrete Schritte auf der Reise zu einer inklusiveren Kita auszuloten. Der Thüringer Qualitätskompass ist somit kein Regelwerk, sondern eröffnet einen Raum für Veränderungschancen.

Im Modellprojekt „Vielfalt vor Ort begegnen“ sind u. a. drei Broschüren als Ergebnis der Zusammenarbeit mit den Praxiseinrichtungen entstanden. Diese können HIER bestellt werden.

In Band III „Vielfaltssensibel Praxis gestalten“ gibt es eine Einführung zum Thüringer Qualitätskompass. Im aktuell laufenden Projekt werden ergänzende Materialien entwickelt, die nach und nach hier auf der Seite zu finden sein werden.